Naturheilkundliche Behandlung, Vaginale Moorbehandlung und TCM

Die Naturheilkundliche Behandlung, hier insbesondere die vaginale Moorbehandlung und die chinesische Medizin (TCM) kann bei bestimmten Fällen von weiblicher und männlicher Sterilität die Chancen auf einen Behandlungserfolg verbessern.

In vielen Fällen ist die naturheilkundliche Behandlung ein sinnvolles Behandlungsangebot vor einer eingreifenderen Kinderwunschbehandlung (Hormone, IVF, ICSI). Ein Behandlungserfolg ist allerdings bei entferntem oder definitiv verschlossenem Eileiter, bei ausgeprägten hormonellen Störungen und bei fehlenden Spermien (Azoospermie) nicht zu erwarten. In vielen Fällen ist dann eine Behandlung mittels IVF und ICSI der einzige Weg. Dies muss gerade auch vor Beginn einer Behandlung mit chinescher Medizin konsequent abgeklärt werden.

Auch gibt es viel Erfolgsberichte in der Sterilitätsbehandlung von Männern, auch hier scheint die chinesische Meidzin in der Kombination von Akupunktur und Kräutern möglicherweise erfolgreich zu sein. Dazu finden sie unten mehr.

Grundlage der naturheilkundlichen Behandlung ist die Überprüfung von Belastungen und Hindernissen der natürlichen Regulation sowie deren Beseitigung, um sowohl auf die physiologischen Abläufe der Hormonproduktion, als auch die Entwicklung und den Transport von Ei und Spermie positiv einzuwirken.

Der naturheilkundliche Ansatz versucht mittels Ordnungstherapie die eruierten Belastungen zu minimieren, Abwehrschwächen und chronische Vergiftungen zu entfernen (Ausleitung über Niere, Leber und Darm) und Entzündungsherde und Toxine zu entfernen (Zähne, Füllungen etc).

Neben einer Ernährungsumstellung spielt die Veränderung von Suchtgewohnheiten (Nikotin, Alkohol), eine wichtige Rolle. Spezifisch kann bei der Frau die lokale Wärmeanwendung mittels Moor (Vagimoran) als auch die Neuraltherapie und Chinesiche Medizinhelfen. Wichtige Erkenntnisse sind dabei im Bereich der Chinesischen Medizin die Regulationszusammenhänge, die sowohl beim Mann als auch der Frau Wirkungen entfalten.

Vaginale Moorbehandlung

Die Vaginale Moorbehandlung ist ein seit Jahren bewährtes Verfahren zur Behandlung chronischer Beschwerden. Sie wird aber gerade auch bei funktioneller weiblicher Sterilität eingesetzt. In Deutschland wurde die vaginale Moorbehandlung von Herrn Dr.Robert Kovarik bekannt gemacht. Er machte als langjährig tätiger Kurarzt vielfältige Erfahrungen mit der Wirkung dieser Behandlung. Dabei wird bei der Anwendung zur Kinderwunschbehandlung in der Regel ein auf 44-50 Grad Celsius erwärmtes Moor in die Scheide mittels Anwendungshülle eingeführt und verbleibt dort einige Zeit (1-6 Stunden). Nach der Entfernung des Tampons können Moorreste mittels Wasserspülung selbst entfernt werden. Seit 2010 ist ein neues Moorpräparat ("Vagipeat") verfügbar. Die Anwendung ist einfach und kann nach einer Anwendungsschulung auch ohne ärztliche Hilfe von den Patienten selbst durchgeführt werden.  Die vaginale Moorbehandlung kann parallel zur chinesischen Kräuter- und Akupunkturbehandlung angewendet werden. In der Regel sind Mooranwendungen alle 3 Tage in der ersten Zyklushälfte sinnvoll. Die Zyklus-Kontrolle mit Temperaturmessung (Basaltemperaturkurve) und Ultraschallkontrollen wird während der Mooranwendung weitergeführt. Der Effekt von heissem Moor besteht in einer starken Durchblutungszunahme im Bereich der Gebärmutter und der Eierstöcke, wodurch eine Stimulation der Eigenhormonproduktion stattfindet.Die Kombination mit chinesischer Kräuterbehandlung und Akupunktur ist ebenfalls sinnvoll.

Chinesische Medizin (TCM)

Eine Behandlung mit chinesischer Medizin ist in vielen Situationen erfolgversprechend. Hierbei spielt neben der Akupunktur die chinesische Kräutertherapie eine entscheidende Rolle. Ziel ist vor einer Behandlung die "Rhythmisierung" der Periodenfunktion und eine optimierte Basaltemperaturkurve (BTK). Die Studien zur Wirkung der Akupunktur gerade in Kombination mit ICSI und IVF zeigen in der Tendenz, dass sich die Schwangerschaftsraten von ca 25-30 um 10 Prozent auf 35-40% erhöhen. Einige der Studien dazu finden Sie unten. Die Basaltemperaturkurve können sie sich unten herunterladen und ausdrucken.

Dr.Windelen hat 2010 die Weiterbildung der zur Anwendung von TCM bei Kinderwunsch und speziell in der Reproduktionsmedizin unter Leitung von Dr.Sulistyo und Prof.Englert abgeschlossen und ist Mitglied des TCM-Arbeitskreises in der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin (www.repromedizin.de). Er ist Mitglied im Arbeitskreis "Kinderwunschbehandlung in der TCM", der in Kooperation mit der Universitäts-Frauenklinik Bonn (Fr.Prof.Dr.v.d.Veen, Fr.Dr.Kielwein) und verschiedenen TCM-Therapeuten die Integration und Wirkung von TCM und schulmedizinischer Sterilitätsbehandlung erforscht.

Links:


wichtige Studien zum Thema Kinderwunsch und TCM

Die Basaltemperaturkurve als druckbares PDF